Komplett neu aufbauen oder nicht?

Da wir ja relativ genaue Vorstellungen davon haben wie unser Bus aussehen soll, ist es relativ schwer genau so einen zu finden. Folgende Kriterien sind uns grundlegend wichtig:

  • es soll ein Diesel sein
  • ein Bulli mit Wasserkühlung
  • ein Halbkastenwagen

Nun wollen wir ja gerne ein Campingfahrzeug haben, doch gibt es solche Busse mit all den speziellen Wünschen die wir haben nicht wie Sand am Meer. Uns ist klar, dass wir noch einiges mit der Zeit an unserem Bulli anpassen müssen. Folgendes wollen wir gern nachrüsten:

  • festes GFK-Hochdach
  • AVG/AFN Motor mit 110 PS
  • Audi 012/ überarbeitetes 3H/ Renault UN1 Getriebe
  • Bf Goodrich All-Terrain Reifen
  • Syncro Bügel-Spiegel
  • Höherlegung des Fahrwerks
  • Differentialsperre hinten nachrüsten
  • Markise
  • Tempomat
  • Sitzheizung
  • LED-Außenbeleuchtung unter der Markise
  • LED Spots in der Decke verbaut
  • Dach mit Holz verkleidet
  • Auflastung auf 2,81 Tonnen durch das Jäger-Fahrwerk 2WD, verstärkt, bestehend aus 4 Federn

Bislang hatten wir uns zwei Busse angesehen. Beides sind fertig ausgebaute Campingbusse gewesen und beide Busse langen schon relativ weit oben an unserer Budget-Grenze.
Nun kam mir die Überlegung: Was ist denn, wenn wir uns einen alten Transporter für maximal 2.000€ kaufen, den komplett entkernen, schweißen wo es sein muss und dann zum Lackieren geben? Klar, ohne meinen alten Freund und Bulli-Experten Pepe, würden mir solche Gedanken erst gar nicht kommen. ^^ Ohne seine Hilfe und sein Wissen wären wir da hoffnungslos überfordert und aufgeschmissen. Wichtig ist hier natürlich auch der Kostenpunkt. Unser Budget sollte auch so nicht überschritten werden.
Rechnen wir mal grob zusammen:

  • Transporter, ca. 2.000€
  • Lackieren, ca. 4.500€
  • Konservieren, ca. ???
  • Dämmen, ca. ???

Zwei mögliche Modelle:

Nur wie macht man es nun richtig? Oft wurde mir schon gesagt, dass die Bullis von „innen nach außen rosten“. Selbst wenn wir einen Camper finden der in unserem Budget liegt und nicht all zu große Roststellen aufweist, dann wissen wir immer noch nicht wie die Karosserie hinter der Verkleidung aussieht. Klar, mit einem ausgebauten Camper hat man erst mal Ruhe und könnte kommendes Jahr sofort starten. Doch eine günstige Karosse zu kaufen und sie von Grund auf lackieren und versiegeln zu lassen, ist auf lange Sicht gesehen vielleicht der bessere Weg. Zumindest kann man dann guten Gewissens den Bulli isolieren und den Ausbau planen, ohne Angst haben zu müssen, dass Plötzlich unerwartet Rost auftaucht.

Mich würden hierzu wirklich eure Meinungen interessieren. Welchen Weg würdet ihr gehen und warum? Jeder der diesem Thread liest sollte einen kurzen Kommentar hinterlassen. 🙂

6 Kommentare zu “Komplett neu aufbauen oder nicht?

  1. Von T2 bis T4 hab ich alle gehabt, besonders den T3 bin ich fast 20 Jahre treu geblieben. JX, MV und danach 2E, der T3 ist ein Liebhaberstück mit entsprechendem Pflegeaufwand. Ihr wollt reisen, die Welt sehen, warum wollt ihr dann Euch dann mit so einem Pflegefall belasten? Das sind sie mittlerweile alle. Auch wenn sie von außen rostfrei scheinen, die braune Pest nistet in den Falzen und zerstört die Substanz. Für längere Reisen ist der T3 auch zu klein, die Nachfolger erst recht. Der T4 mit taugt nur für frisch Verliebte oder Solisten, danach wirds noch enger und noch unzuverlässiger.
    Ich würd lieber einen Ford/Fiat/Peugeot/Citröen/Renault anschauen. Moderner, viel zuverlässiger und preiswerter. Im letzten Sommer hab ich auch eine funktionierende Klima schätzen gelernt. Lasst die Finger von VW, gnadenlos überteuert und mistig konstruiert.
    Wenn Ihr einen guterhaltenen T3 findet und den restauriert, gehen mindestens zwei Jahre ins Land und mindestens 10K€ sind weg, verbrannt, dafür steht dann ein mehr oder weniger zurecht geflickter VW-Bus vor der Tür. Wenn ich meine Aufzeichnungen über die Jahre anschau….unglaublich was so eine Karre an Geld und viel schlimmer Zeit frißt. Sucht Euch einen Kasten oder Kombi, möglichst mit Hochdach und fahrt los, die Welt wartet auf Euch und nicht auf einen geschminkten Blechhaufen!

  2. Als wir vor 1 1/2 Jahren unseren kleinen Dicken gefunden haben, muss wohl die Marktlage anders gewesen sein oder wir einfach nicht so anspruchsvoll 😁. Wir haben ca. 1 Monat gesucht und von 2 auserwählten den einen genommen. Uns war wegen der Rallye wichtig sofort losfahren zu können. Trotzdem haben wir in dem einen Jahr bis zum Start noch einiges gebastelt am Bus. (Aber nur Kleinkram). Uns war aber klar das wir früher oder später den Bus nochmal neu von innen aufbauen. (Alles raus und neu).

    Wenn ihr die Seele des T3’s behalten wollt spart ihr euch so technisches Chichi wie Tempomat und Sitzheizung. Da müssen wir Philipp Recht geben, der T4 wäre da besser (auch wenn wir uns nie einen kaufen würden).

    Vielleicht solltet ihr euch klar werden was ihr wirklich wollt und das können wir euch nicht abnehmen. So ein Ausbau kann auch mit professioneller Hilfe zeitintensiv und eine Geduldsprobe sein. (Gerade auch für die Beziehung 😆)

  3. Ich würde mir ja einen t4 zulegen. Da kommt man einfacher an einen Bus mit halbwegs guter Substanz und allgemein erscheint mir der t4 bei euren Anforderungen ja besser geeignet. Der t4 hat viel bessere Dieselmotoren serienmäßig verbaut. Die marktalge ist noch deutlich besser als beim t3. Der t4 ist einfach moderner so dass er im Durchschnitt besser ausgestattet ist und somit auch besser als Alltagsauto einsetzbar ist. Einziges Problem ist eben, dass er Frontantrieb und noch keinen wirklichen Kultstatus hat aber das scheint vielen Leuten ja sehr wichtig zu sein.
    Ich wünsch euch auf jeden Fall viel Glück auf eurer Bullisuche 🙂

    • Hallo Philipp, vielen Dank für dein Kommentar. 😊👍🏻
      Du magst ja mit all deinen Gründen, die für einen T4 sprechen, Recht haben, doch wir wollen unbedingt einen T3. ☺️ Wie du schon selber sagst, der T3 hat einfach Kultstatus. Es ist ein Auto mit Seele. Aus diesem Grund hätten wir auch gern einen T3 Bulli. 😉 Dazu kommt, dass man beim T3 auf der Lenkachse sitzt und den Motor im Heck hat. Wir haben uns einfach in diesen Bus verliebt.

  4. Ich dachte ja erst an einen fertig ausgebauten Bulli, quasi einsteigen und losfahren. Musste aber schnell feststellen, dass es davon nur 2 Sorten zu geben schien: viel zu teuer, oder total durch. Da ich nicht enden wollte, wie ein Ex-Kollege von mir, der eines Morgens stolz verkündete, er hätte sich am Vortag ein Womo für 4000€ gekauft. Es sei zwar uralt und undicht und auch schon etwas gammelig, aber es sei ein Womo. Und, achja, die Heizung geht auch nicht..
    Mein Bulli sollte keine miefige, gesundheitsgefährdende Gammelhütte sein.

    Also begann ich mir Gedanken um einen Selbstausbau zu machen. Mein Vater ist zwar ein guter Handwerker, der früher auch schon Möbel selbstgebaut hat, und der einiges an Werkzeug besitzt. Aber er meinte, für so ein Projekt bräuchte man eine richtige Werkstatt,und viel viel Zeit. Da ihm die Idee aber gefiel, überlegte wir zusammen weiter. Dabei kamen wir auch auf die Firmen, die Innenausbauten als Module verkaufen. Das lässt einem eine gewisse Individualität, ist aber verhältnismässig zu teuer.

    Blieb allerdings die Suche nach einem Bulli. Ich suchte nun also auch nach Privat-PKW, sprich Multivan und Co, sowie nach ehemaligen Firmenfahrzeugen. Aber auch hier bot sich das gleiche Bild: zu teuer, oder durch.

    Bis ich auf die Anzeige mit den ehemaligen Bundeswehr-Bullis stiess. Ich hatte einen Kollegen, der als KFZler beim Bund war, und dort sogar seinen Meister gemacht hat. Also sprach ich ihn mal darauf an, und er meinte, ich solle mir den Bulli auf jeden Fall ansehen, weil eigentlich kann man bei ehemaligen Bundeswehrfahrzeugen wenig falsch machen. Er begleitete mich dann auch, quasi für den fachmännischen Blick, und half mir, mich für meinen Bulli zu entscheiden. Als Dank war ich dann Umzugshelfer bei ihm.

    Gut, ich bin dann recht bald von der ursprünglichen Idee eines Komplettausbaus abgekommen, und habe mich dafür entschlossen, seine Vergangenheit zu würdigen. Man sieht sie ihm ja eh an, das ich ihn nicht neu lackiert habe, und das auch nicht vorhabe. Gemacht habe ich folgendes: Isoliermaterial verklebt, Innenverkleidungen neu und matt schwarz gestrichen, PVC in alter Weinkistenoptik auf den Boden ( ist zwar nicht militärisch, passt aber gut zu dem Stil), Deckenverkleidungen mit Tarnstoff bezogen, Vorhänge aus Tarnstoff angebracht ( von meiner Mutter selbst genäht), Stereoanlage verbaut, Radläufe mit Holzkisten verkleidet, Feldbett und Petromaxlampe in BW-Transportkiste installiert. Schön wäre jetzt noch ein Sonnensegel, oder Vorzelt, wird allerdings schwer, was zu finden, was farblich zum Stil passt.

    Da das allerdings eine Lösung für eine Person ist, müsste man für 2 Personen statt dem Feldbett vielleicht eine Liegefläche bauen, die zum Teil auf den Radlaufkästen aufliegt, mein Vater hätte da eine Idee und meinte, das sei auch nicht viel Aufwand. Alternativ fände ich ein Dachzelt cool, weil man dann im Bulli deutlich mehr Platz hat. Da schrecken mich aber die Preise noch sehr ab. Ist ja mit dem Zelt allein nicht getan, musst ja auch den Grundträger haben, etc..

    Ich denke, ihr solltet zweigleisig fahren, und sowohl fertige, als auch welche zum Selbstausbau suchen. Ist schonmal super, wenn ihr wen habt, der auch schweissen kann und sich auskennt! Den würde ich zu den Besichtigungen mitnehmen.

    Viel Erfolg!

  5. Hallo ✌
    Ansich bin ich definitiv dafür sich von Anfang an einen Bulli selber aufzubauen ( sozusagen einem altem Schätzchen das Leben wieder zurück zu geben) doch meistens wird das teurer als erwartet und dann ist die Frage ob sich das noch lohnt die ganze Arbeit etc. Bei mir hat sich das Projekt t3bullihilde auch nur gelohnt weil mein Bulli vom Vorbesitzer nachweisbar einen komplett neuen Motor von vw bekommen hat und ich mir deswegen da keinen Kopf drum machen musste. Trotzdem sind noch locker über 2000 Euro nur an Teile wie bremsen radlager turbolader bremsschläuche Auspuff etc in den Bulli rein gesteckt worden um ihn wieder TÜV fertig zu machen und da war noch nicht mal das lackieren schweißmaterial wie blech geschweige denn der innen Ausbau und die Dämmung mit dabei.Ich bin der Meinung sowas lohnt sich nur wenn man wünsche hat die man anderes nicht bekommt oder wenn man eine sehr gute Grund supstanz hat also entweder einen guten Motor oder eine gute Karosserie sonst ist das beim t3 ( wenn man auch nicht viel selber machen kann wie Schweißen etc ) einfach noch zu teuer und man bekommt einen fertigen gebrauchten für das Geld und kann sich den dann auch nach Belieben umbauen.Also wenn man zb einen guten gebrauchten mit TÜV für 5000-6000 Euro bekommt der einem gefällt kann man den besser nehmen entkernen und selber den innen Ausbau gestalten wie man möchte und ist günstiger als sich einen komplett aufzubauen.
    Hoffe ich konnte euch ein bisschen weiter helfen . LG Frank von T3bullihilde :);)

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