Airline-Schienen Halter

Endlich ist es so weit!
Nachdem die guten Airline-Schienen über ein halbes Jahr bei mir im Keller lagen und das Sikaflex nächsten Monat schon ablaufen sollte, entschloss ich mich schließlich dieses Projekt jetzt auch anzugehen. …Zeit hat man ja momentan durch Corona genug.

Nun aber von Anfang an…
Schon kurz nach dem Kauf von Günther sah ich Fotos im Internet von Bullis die außen an den Seitenblechen Kanisterhalter oder Sandbleche befestigt hatten. Mir gefiel diese Art der Montage damals schon. Nach dem großen Skandinavien-Trip im Spätsommer und einer peinlichen Festfahr-Aktion am Autostrand von Vejers wusste ich dann, dass Sandbleche unbedingt her mussten!
Airline-Schienen gibt es wie Sand am Meer. Ob eckig, halbrund, breiter, schmaler, in silber oder schwarz, hier muss jeder seinen eigenen Wünschen folgen.
Über Google gelangte ich zu dem Online-Shop von Manuel Preuss (www.wuestentauglich-shop.de). Er war sehr hilfsbereit und beriet mich gut als ich ihm mein Vorhaben schilderte. Hier kaufte ich eine 2 Meter lange Airline-Schiene, schwarz eloxiert für 41,95€. Das Sägen auf meine Wunschlänge (90cm) bot Manuel für 5,90€ zusätzlich an. Die passenden Endkappen bekommt man ebenfalls. Sie kosten 2,15€ das stück.
Nun gibt es generell drei Arten um die Schienen zu befestigen. Auf meiner Suche im Internet stieß ich auf alle Varianten. Meistens wurde jedoch ein Mix aus: Kleben und Nieten oder Kleben und Schrauben empfohlen. Somit kaufte ich ebenfalls eine Tube Sikalfex 221i (Kleb- und Dichtmasse mit extremer Haltbarkeit) für 9,90€.
Nun kaufte ich noch 25 Stk. Schrauben aus V4A (M4x20mm) für insgesamt 5,81€ bei Ebay.
Wichtig ist hier, dass es sich um Senkkopfschrauben handelt, da die Köpfe hinterher plan in der Airline-Schiene abschließen müssen.
Als letztes besorgte ich noch ein Päckchen Nieten, da ich die letzten Bohrungen durch die Karosserie nicht von innen mit einer Scheibe und Mutter erreichen konnte.

Oben: Mit Rostschutz behandelte Bohrungen in der Karosserie.
Mitte: Nieten (verschiedene Längen), Endkappen, Sikaflex und Airline-Schienen
Unten: Airline-Schienen mit gesenkten Bohrungen, schwarz lackiert.

Im ersten Schritt durchbohrte ich alle 10cm die Airline-Schienen mit einem Durchmesser von 4,1mm. Jede Schiene erhielt somit neun Bohrungen. Anschließend senkte ich die Löcher entsprechend der Senkkopfschrauben mit einem 45°-Senker.
Nun befestigte ich ein paar kurze Streifen doppelseitiges Klebeband auf der Rückseite der Schienen und richtete sie dann so auf der Karosserie aus, wie sie später befestigt werden sollten. Ein Freund half mir dabei die Schiene zusätzlich fest an das Blech zu drücken, während ich die Löcher als Schablone benutzte und durch die Karosserie bohrte.
Jetzt betupfte ich die Bohrlöcher noch mit Anti-Rost-Lack.

Oben: Metallschutz für die Bohrungen.
Mitte: Isolierung hinter der Verkleidung.
Unten: Außenwand der Karosserie mit Kleberesten der Isolierung.

Vorher hatte ich natürlich innen die hintere Verkleidung abgeschraubt und die Isolierung (Armaflex) abgezogen. Leider riss ich die Matten dabei kaputt, so dass ich mir für den Zusammenbau wieder neues Armaflex bestellen musste.
Nun habe ich die Verstärkungsschienen aus einem 3x5mm Flachstahl gefertigt. Die obere Verstärkung musste eine Länge von 50cm haben, die Untere sägte ich über die kompletten 90cm zu. Jetzt nahm ich die Airline-Schiene wieder als Schablone und bohrte entsprechend der Bohrungen durch den Flachstahl.
Um keine Kontaktkorrosion zwischen Karosserie und Flachstahl auszulösen habe ich ein sehr dünnes Gummi an das Flachstahl geklebt (danke für das Geschenk, Christian).

Oben: zuschneiden der Gummiunterlage für die Flacheisen.
Mitte: Schutzfolie auf der Rückseite des Gummiunterlage.
Unten: Reinigungsbenzin zum Entfetten des Bleches.

Nun waren soweit alle Vorbereitungen getroffen.
Ich machte die Generalprobe und steckte zwei Schrauben (möglichst weit außen) durch die Airline-Schinen. Dann fädelte ich sie durch die entsprechenden Löcher in der Karosserie. Von innen steckte ich den Flachstahl auf die Schrauben, während von außen zwei weitere helfende Hände die Schiene hielten. Nun überprüfte ich die anderen Bohrungen, indem ich in jedes Loch einmal eine Schraube steckte. Anschließend wurde es ernst. Ich reinigte die Rückseite der Airline-Schienen und das Karosserieblech um die Bohrungen mit Reinigungsbenzin und bestrich die Rückseite der Schienen mit dem Sikaflex. Dann nahm ich wieder je eine Schraube in die äußersten Löcher und drückte die Schiene vorsichtig an. Von innen steckte ich den Flachstahl über die Schrauben und sicherte diese mit einer Unterlegscheibe und einer selbstsichernden Mutter. Nun konnte ich die anderen Schrauben nach und nach befestigen.
Genau so befestigte ich auch die obere Schiene, nur dass ich hier die hinteren vier Bohrungen mit Nieten fixierte. Dies musste gemacht werden, da sich hinter dem Karosserieblech die Lufthuzpe befindet.

Oben: Rückseite der Airline-Schiene mit Sikaflex bestreichen.
Mitte: Karosserieblech mit Verstärkungseisen montiert.
Unten: fertig installierte Airline-Schienen.

Wenn Ihr Fragen, Anregungen oder Kritik zu diesem Artikel habt, so schreibt es bitte in die Kommentare. Ich freue mich über euer Feedback. 🙂

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