Gut Isoliert ist die halbe Miete

Lange bin ich mit der abgebauten Innenverkleidung rumgefahren, …viel zu lange!
Nachdem die Airline-Schienen verbaut und die Stabilisierungsbleche von innen verschraubt wurden, kann nun endlich die Verkleidung wieder angebracht werden.

STOP!

So leicht ist es leider nicht!
Zuerst musste ich die ganzen Klebereste an der Rückwand mit einem „Radierer“ entfernen. hier gibt es extra für Bohrmaschinen gummi-ähnliche Aufsätze zu kaufen. Mit wohl-portioniertem Druck und viel Geduld, lassen sich so jegliche Reste des alten Armaflex entfernen.

Wirklich eine scheiss Arbeit!

Als nächstes geht es an das Zuschneiden der neuen Isolierung…
FALSCH! So dachte ich auch erst. Doch zuerst eine kleine Exkursion… Was bewirkt das Armaflex eigentlich? Es dämmt gegen Wärme und Kälte. Wenn man aber zusätzlich noch eine Geräuschdämmung gegen Fahrgeräusche haben möchte, so muss man zuerst Alubutyl nehmen. Hierbei handelt es sich um eine dünne Aluminiumfolie auf einer Schicht extrem stark klebendem Bitumen. Alubutyl findet speziell im Automobilbau Anwendung, da es durch die zusätzliche Masse die Bleche schlechter in Schwingung versetzen soll.
Beide Materialien gibt es bei eBay zu kaufen. Bei Armaflex kann man zwischen unterschiedlichen Stärken wählen. Ich habe eine Stärke von 13mm gewählt.

Oben: Rolle Alubutyl. Mitte: Zum Andrücken eignet sich ein Tapetenroller. Unten: Zuschneiden auf einem Tapeziertisch.

Jetzt habe ich mit einem Zollstock die Maße genommen und das Alubutyl zugeschnitten. Wichtig ist, dass man vor dem Verkleben das Blech noch einmal mit Reinigungsbenzin entfettet. Zum Schneiden des Alubutyl eignet sich ein scharfes Tapeziermesser. Ich hatte es so gemacht, dass ich die komplette Fläche mit einem Stück ausgekleidet habe. Im Nachhinein wurde mir gesagt, dass zum „Entdröhnen“ wohl auch weniger Alubutyl gereicht hätte… Schaden kann es aber nicht, ich finde es sieht gut aus. 🙂
Möchte man nun das Armaflex verarbeiten, so sollte man folgende Hinweise beachten: Es klebt wie Sau! Haftet es einmal an der Wand, so ist ein Verschieben nicht mehr möglich. Meiner Meinung kann man das Armaflex besser zuschneiden, wenn die Rolle auf der schwarzen Seite liegt und man zuerst durch die dünne Kunststofffolie schneidet. Generell ist es auch hier egal ob man eine große Platte zuschneidet oder stückelt. Ich habe einen großen Zuschnitt gewählt.

Oben: Das Alubutyl ist perfekt mit dem Roller angedrückt. Mitte: Anzeichnen der genauen Maße. Unten: fertig verklebtes Armaflex.

So habe ich drei Lagen über einander geklebt, um den Hohlraum hinter der Verkleidung aufzufüllen. Sicher hätte man auch gleich dickeres Armaflex kaufen können, doch dann wäre ich nicht so gut hinter die angrenzenden Karosserieteile gekommen. Hier habe ich das Material so weit hintergeschoben wie ich kam.

Ja, mehr kann ich zu diesem Thema gar nicht berichten. Mich würde es wirklich freuen wenn ihr mir hier per Kommentar mal Feedback geben würdet. Danke euch. 🙂

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