Pfingsten an der Edertalsperre

Es war schon sehr chaotisch in der Woche vor Pfingsten!
Eigentlich war eine Tour an die Ostsee geplant. Doch egal wie viele Campingplätze ich auch anschrieb, überall wurde mir gesagt sie seien bereits ausgebucht.
Schließlich traf ich in der T3-Whatsapp Gruppe zwei Pärchen, die mit ihren Bussen an die Edertalsperre fahren wollten. Der Campingplatz „Edertaler-Hof“ (Hemfurther Str. 21, 34549 Edertal-Affoldern) in der Nähe des Sees hätte noch ein paar freie Plätze. Schnell erstellten wir eine separate Whatsapp-Gruppe und reservierten die Plätze. Dem Trip stand nun nichts mehr im Wege.

Um 13:45 Uhr ging es am Freitag los. Gemeinsam mit Marcus und seiner Auto-Dachzelt Kombi fuhren wir hintereinander die knapp 200 Kilometer in etwas mehr als drei Stunden (mit Pausen!).
Gegen 18 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Vor dem Empfang stand eine Schlange an Menschen. Alle hatten einen Zettel in der Hand, der am Eingang der Anmeldung auslag. Hier musste jeder Gast bestätigen, dass er keine Symptome von Corona hat. Patricia Hromatka, die Eigentümerin, empfing uns trotz des ganzen Trubels freundlich an der Anmeldung.

Der Platz ist unterteilt mit mittelgroßen Hecken. Hier gibt es einzeln abgetrennte Parzellen genau so wie auch kleinere Wiesen auf denen man frei stehen kann. So eine Wiese wurde uns zugeteilt. Direkt hinter der Anmeldung und dem kleinen Einkaufsladen erwarteten uns bereits Sebastian mit seiner Familie und seinem grünen VW T3 Lufti, sowie Max und Vivi mit ihrem VW T3 Bundeswehr Transporter.
Als wir uns aufgebaut hatten bereiteten wir gemeinsam das Grillen vor. So ließen wir den ersten Abend gemütlich ausklingen…

Am Samstag teilten wir uns auf. Jeder unternahm etwas für sich.
Marcus und ich wollten jetzt endlich die Talsperre sehen, also führte uns der erste Halt an die Staumauer. Hier hat man zwei Möglichkeiten: Fährt man durch Hemfurth-Edersee, so erreicht man einen großen kostenpflichtigen Parkplatz ca. 500 Meter vor der Staumauer. Weiter dürfen die Touristen nicht fahren, nur den Anwohnern ist es gestattet durch das kleine angrenzende Wohngebiet zu fahren.
Wir folgten jedoch der Randstraße (L3086) entlang des Ufers der Talsperre. Ca. 200 Meter unterhalb der Staumauer befindet sich auf der linken Seite ein schmaler Parkplatz für ca. 20 Autos. Wir hatten Glück und fanden hier noch einen Parkplatz. Auch hier muss gelöhnt werden. Erfreulich ist allerdings, dass man sein Parkticket mitnehmen kann und bei weiteren Parkplätzen entlang des Stausees einfach wieder in das Fenster legen darf.

Ein absoluter Tipp für Naschkatzen ist das Eis aus eigener Herstellung aus der Eisdiele „Lecko Mio“ (Zur Sperrmauer 62, 34549 Edertal). Nach einer Stärkung ging es für ca. 3,5 Km weiter entlang des Ufers auf der L3086, bis wir am Hotel Seeblick auf die L3256 Richtung Waldeck abbogen. Unser nächstes Ziel war das Schloss Waldeck (Schloßstraße 1, 34513 Waldeck). Parkplätze gibt es bis kurz vor die Burgmauern, so dass nur noch die letzten Meter ein kleiner Anstieg bewältigt werden muss. Die Aussicht von der Terrasse nach Süden über den Edersee ist bei gutem Wetter einfach umwerfend. Wir hatten Glück und konnten die Fernsicht genießen. Ich muss gestehen, ich war positiv überrascht, dass der Zugang zu dieser Terrasse mit dieser Aussicht kostenlos war.

Anschließend erkundeten wir noch etwas den angrenzenden Wald und machten uns dann aber auch schon langsam wieder auf die Rückfahrt zum Campingplatz. Wir hatten Hunger und wollten alles für das gemeinsame Grillen vorbereiten. Außerdem erwarteten wir noch Anne und Jakob mit ihrem Feuerwehr-Bulli. Beides sind Freunde von Max und Vivi, konnten aber erst am Samstag anreisen…
Nach dem Essen vor unseren Bussen verbrachten wir den Abend mit Mariokart auf improvisierter Leinwand. Besser konnte der Abend nicht ausklingen. 🙂

Am Sonntag stand ein Besuch im „Tollen Haus am Edersee“ (Hemfurther Str. 14, 34549 Edertal) an. Vom Campingplatz erreicht man es fußläufig in ca. 3 Minuten.
Den restlichen Tag unternahmen Anne und Jakob in ihrem Feuerwehr-Bus, Vivi und Max in ihrem Bundeswehr-Bus und ich mit Günther eine Ausfahrt um den Ederstausee. Es gibt hier viele schöne Ecken zu entdecken. Kleine Parkbuchten oder schattige Parkplätze am Waldrand laden zum halten ein. Wir sahen auch viele Taucher, die auf den Parkplätzen entlang des Sees ihre Ausrüstung vorbereiteten. Angler können sich an einem der Motorboot-Verleihs ein Boot mieten und den Tag auf dem Wasser verbringen.
Ich war etwas traurig, dass ich mein Fahrrad nicht dabei hatte. Überall schlängelten sich Radwege entlang des Ufers. Dies war mit Sicherheit nicht der letzte Besuch an der Eder-Talsperre.

Den letzten Abend war ich ganz schön müde und machte es mir im Bus gemütlich.
Montag Morgen wurde gepackt und wir verließen den Campingplatz, jeder in seine Richtung. Die ersten Kilometer folgte ich noch Sebastian mit seinem originalen „Lufti“, bis ich mich dann für den schnelleren Heimweg über die Autobahn entschied.
Abschließend kann ich den Campingplatz nur empfehlen. Die Betreiber sind sehr kommunikativ und haben für jeden Gast ein paar freundliche Worte. Der Umgang ist unkompliziert trotz Corona. Die sanitären Einrichtungen waren sehr sauber und frisch renoviert. Lediglich in der Dusche vermisste ich eine Ablage/Sitzgelegenheit.

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