Warum?

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Hallo und herzlich willkommen auf unserem Blog.

Warum wir hier noch einen Blog über das Campen und Reisen eröffnen? Ganz einfach, wir teilen nicht nur die Erfahrungen von den Reisen mit euch, wir möchten euch hier auch am kompletten Entscheidungsprozess, bis hin zum Kauf des Campers teilhaben lassen. 🙂
Außerdem ist es für uns eine Art „Tagebuch“. So können wir selber unsere vergangen Erlebnisse immer wieder lesen und uns die Fotos ansehen.

Über eure Kommentare, Meinungen, Fragen und Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen.

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Stolz wie Oskar…

…ja, das bin ich! Doch beginnen wir mal ganz vorne…

Facebook ist wirklich ein klasse Portal. Ob man es nutzt um Kontakte zu pflegen, sich selbst darzustellen oder einfach um sein Wissen mit anderen Menschen in Gruppen auszutauschen. Ich glaube, ich selber nutze Facebook für alle drei gennanten Aspekte ein klein wenig. ☺️ Nun bin ich aber bulli-technisch viel in den verschiedensten Gruppen unterwegs und versuche mir Wissen über den VW T3 anzueignen. Oft habe ich hier Fotos von beklebten Bussen gesehen. Viele individuelle Aufkleber und Schriftzüge waren dabei. Es liegt also nahe, dass der Wunsch nach einem individuellen Aufkleber für Günther auch in mir immer stärker wurde. Ich fing also an mich zu erkundigen. Dies geschah natürlich auch wieder über Facebook… 😉

Der liebe Timo aus der Gruppe „VW T3 2WD Offroad“ hatte mir schließlich nach meinen Wünschen Aufkleber zum Folieren für Autos erstellt und mir zugeschickt. Dies alleine war aber schon ein langer Weg, da ich immer noch Änderungswünsche und Verbesserungen hatte. 😀🙈 Vorgestern war es dann dann so weit, das Paket ging bei mir auf der Firma ein. Ich war extrem neugierig auf das Ergebnis und öffnete sofort den Karton. Zum Vorschein kamen zwei wunderschön ausgeschnittene Aufkleber. 😍👏

Timo hatte mir extra ein Youtube-Video als Anleitung geschickt. So konnte ich jeden Schritt nachmachen. 😊 Zuerst musste ich die entsprechenden Flächen säubern und vom Fett befreien. Hierzu eignet sich handelsüblicher Glasreiniger sehr gut. Im zweiten Schritt muss der Aufkleber ausgerichtet und auf dem Lack befestigt werden. Hierzu klebt man einen Streifen Kreppklebeband zur Hälfte entlang der oberen Seite des Aufklebers und zur anderen Hälfte auf den Lack. Normales Tesa-Band kann man auch nehmen. Von Panzertape oder Paketklebeband ist allerdings abzuraten. Diese Klebebänder hinterlassen Kleberückstände auf dem Lack oder können ihn sogar beschädigen.

Nun habe ich die Transportfolie in einem spitzen Winkel langsam von oben nach unten weggezogen und dabei den Aufkleber auf den Lack gedrückt. Mit einer alten Mitgliedskarte vom Fitness, es geht auch jede andere Checkkarte, habe ich die Luftblasen rausgestrichen und die Folie weiter angedrückt. Im letzten Schritt habe ich dann die durchsichtige Trägerfolie ebenfalls in einem spitzen Winkel langsam vom Lack abgezogen. Gerade bei den ganzen Kleinteilen musste ich sehr genau aufpassen. Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn hier und da kleine Inseln verschwunden sind. …wenigstens fehlen keine Kontinente. 😉

Wie gefällt euch meine Umsetzung? Würde mich über ein Kommentar freuen.

Und gewonnen hat…

wie sicherlich einige von euch mitbekommen haben, hatten wir letzten Monat ein Gewinnspiel auf unserer Instagram-Seite (https://www.instagram.com/campingliebe.blog/) veranstaltet. Zu gewinnen gab es eine von insgesamt zwölf dieser wunderschönen und praktischen Campingtassen mit einem Bulli-T3-Motiv (abgesehen von den Kaffeeflecken). Wir hatten bereits eine dieser heiß begehrten Tassen mit auf unserem letzten Trip an die Meckenburgische-Seenplatte.

Die Tassen kommen von Tasja, oder besser gesagt, aus ihrem Shop „Die Kistenmanufaktur„. Hier möchten wir uns auch noch einmal recht herzlich für die Zusammenarbeit bedanken. 🙂
Wir laden euch alle zu einem Besuch auf ihrer Internetseite ein. Durchstöbert den Shop mit den verschiedenen Kategorien wie „Vanlife Stuff, Vanlife Textilien, Emaille Becher, Kistenbretter und MuFuKi“. Das Tolle hier: alles sind entweder selbst gezeichnete oder von regionalen Künstlern entworfene Motive.

Da wir aus datenschutzrechtlichen Gründen die Namen der zwölf Gewinner hier leider nicht veröffentlichen dürfen, werden wir die Glücklichen per Mail kontaktieren.
Alle die die Tasse nicht gewonnen haben können sie bei der Kistenmanufaktur (Link) erwerben.

Günther bekommt Neuteile spendiert

Als wir endlich von unserem Kumpel das „Okay“ bekamen und Günther zu ihm in die Halle bringen durften, da standen nur ein paar wenige Sachen auf unserer To-Do-Liste. Es sollte ein neues Getriebelager verbaut, der Dieseltank und die Schaltstange getauscht, eine neue USB-Buchse und der Gaswarner angeschlossen werden.

Als unser Bulli dann auf der Bühne stand mussten wir feststellen, dass in den vergangenen 30 Jahren wohl noch nicht ein Vorbesitzer etwas getauscht oder ersetzt hatte. Die Federn hatten ihre besten Jahre hinter sich. Die Stoßdämpfer waren komplett durch!

Da wir schon einmal dabei waren, beschlossen wir auch gleich die Federn und Dämpfer zu tauschen. Nach einigem Vergleichen und den Empfehlungen unseres Freundes, entschied ich mich für die verstärkten Schraubenfedern von SPIDAN. Gekauft habe ich alle vier Federn bei TK-Parts. Angeboten werden die Federn separat in einem Satz für vorne für 69,90€ (Link hier) und einem Satz für hinten, ebenfalls für 69,90€ (Link hier). Bei den Stoßdämpfern habe ich mich für die Bilstein B4 für den Transporter entschieden. Für die Vorderachse habe ich diese bei eBay für 79,40€ erstanden (Link hier). Die hinteren Dämpfer sind ebenfalls die Bilstein B4 und kosten 94,90€ bei eBay (Link hier). Den Diesel-Tank mussten wir leider tauschen, das stand schon vorher fest. Einer der Vorbesitzer hatte zum Befestigen der Halter unter dem Tank zu lange Schrauben verwendet. Diese durchbohrten den Tank und ließen an einer Stelle minimal Diesel austreten. Das wollten wir so nicht länger lassen und entschieden uns den Tank komplett zu tauschen. Vielleicht hätte man die Stelle auch irgendwie abdichten können, doch nach 30 Jahren kann dann auch mal ein neuer Tank her. Auch hier haben wir wieder eBay genutzt. Empfehlen können wir den Dieseltank von ATP-Autoteile. Die Qualität ist absolut super und der Preis ist mit 81,94€ auch unschlagbar gut (Link hier).

Die „Fahrwerksbuchse Zugstrebengummis“ (116,90€), sowie „Fahrwerksbuchse für Querlenker vorn innen unten“ (50,40€) und die „Buchse Getriebelager“ (49,40€) haben wir auch gleich tauschen lassen. Alle drei Teile habe ich bei Jens von Hansen-Motorsport gekauft. Wenn hier seit 30 Jahren nichts getauscht wurde, dann ist das Geld wirklich gut investiert.

Einen Tag später ereilte uns dann die nächste Hiobsbotschaft von unserem Freund. Für den Stabi brauchten wir noch neue Koppelstangen da die Alten völlig verrostet waren. Für 39,80€ kaufte er diese für uns, ebenfalls bei eBay.

Eine weitere Baustelle waren die Bleche an der Zugstrebenaufnahme. Als Günther auf der Bühne war sahen wir, dass die Bleche komplett durchgerostet waren und neu geschweißt werden mussten. Passende Reparaturbleche waren schnell gefunden. Wir kauften sie bei Finns 78 Motors für je 21,00€ (zwei Bleche werden benötigt). Dank einer klasse Arbeit unseres Freundes sieht die Zugstrebenaufnahme nun wieder wie neu aus. 😊

Detaillierter möchte ich in diesem Beitrag gar nicht auf die Reparaturen eingehen. Solltet ihr Fragen zu einzelnen getauschten Teilen haben, dann schreibt bitte einfach ein Kommentar unter diesem Beitrag. Danke. 😊

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Tag 1 Anreise (Freitag)

Günther hatten wir bereits die Tage zuvor gepackt. So mussten wir am Freitag nur noch den Kühlschrank zuhause leer räumen und die letzten Sachen in den Kulturbeuteln verstauen. Dann ging es los… Bewusst entschieden wir uns für die längere, kilometermäßig jedoch kürzere Strecke über Land. Wir wollten nicht einen Kilometer Autobahn fahren. So führte uns unsere Route nördlich von Celle, auf der 191 durch die Südheide, durch Uelzen, weiter durch den Naturpark „Elbhöhen-Wendland“ bis an die Elbe. Hier legten wir an der ehemaligen Eisenbahnbrücke unsere erste Pause ein. Die Elbbrücke Dömitz war eine 986 Meter lange Eisenbahnbrücke über die Elbe und gehörte zu den längsten Strombrücken Deutschlands. Das teilzerstörte Bauwerk liegt bei Dömitz und war Teil der Bahnstrecke von Wittenberge nach Lüneburg. Da wir bislang noch nichts gefrühstückt hatten und uns die Mägen knurrten, versorgten wir uns erst einmal mit frisch geschmierten Broten. Nach der Überquerung der Elbe verließen wir die 191 und bogen rechts, Richtung Lenzen ab. Wir durchquerten den Naturpark „Elbtal“, fuhren auf der L13 bis Meyenburg und bogen dann nach Norden Richtung Ganzlin ab.

Als wir endlich unser Ziel, den Campingplatz „Zwei Seen, Waldchaussee 2, 17209 Zislow“ erreichten, freuten wir uns auf einen Stellplatz direkt am Ufer. …so unsere Vorstellung! In der Realität sah es leider so aus, dass der Platz fast komplett ausgebucht war. Die Stellplätze am Wasser seien schon seit Monaten reserviert und vergeben gewesen, so sagte man uns in der Anmeldung. Klar, Deutschland hat Osterferien! Aber das es so voll werden würde hätte ich nicht gedacht. Ein Stellplatz im „Hinterland“ stand noch zur Verfügung.

Enttäuscht beratschlagten wir uns. Auf dem Weg hierher hatten wir einen zweiten Campingplatz gesehen. Er lag nur 5 Minuten entfernt, an derselben Straße. Telefonisch erkundigten wir uns hier nach der Stellplatz-Situation. Wir sollten Glück haben, angeblich sei noch genau ein Platz in Wassernähe frei. Sofort drehten wir um und fuhren zum Campingplatz „Wald- und Seeblick Camp, Waldchaussee 1, 17209 Zislow“. Tatsächlich war noch genau ein Platz am Ufer frei. Wir entschieden uns dazu, das erste Mal unser Vorzelt aufzubauen. Wir kramten also den schweren Sack heraus und verteilten alle Sachen vor dem Bulli. …wo sind die Heringe? F…ck! Wie sollte das Zelt ohne Heringe halten? Spontan ging ich zu unseren Nachbarn und fragte ob sie uns welche leihen könnten. Gerd kam sofort mit Heringen und einem Hammer zu uns. Gemeinsam versuchten wir das Zelt aufzubauen. Wir waren fast am Verzweifeln, doch eine gute Stunde später hatten wir dann alle Varianten die Stangen einzuziehen ausprobiert. Das Zelt stand! Tisch raus, Stühle raus, Grill aufgebaut und der Abend konnte beginnen- mit einer Bratwurst und herrlichem Blick auf den Plauer See.

Tag 2 Samstag

An unserem ersten Urlaubstag haben wir uns erst recht spät aus den Federn bequemt. Gegen halb Zehn hatte ich den Tisch gedeckt und bereits frische Brötchen vom platzeigenen Kiosk organisiert. Nach einem Frühstück unter blauem Himmel und direkt am Wasser, starteten wir zu unserem ersten Ausflugsziel. Wir hatten uns für die Stadt „Plau am See“ entschieden. Nur 20 Kilometer entfernt und mit einer schönen kleinen Altstadt lohnt sich hier ein Besuch. Sehenswert ist außerdem die alte Plauer Hubbrücke. Sie ist eine im Jahr 1916 errichtete stählerne Konstruktion im Zentrum der Stadt. Die Brücke wird von Booten bei der Ausfahrt aus dem Plauer See in die Elde unterfahren. Mit einer Hubhöhe von bis zu 1,86 m ist sie übrigens die höchste Hubbrücke Mecklenburgs. Ein schöner Spaziergang ist es von hier aus am Ufer der Elde auf der „Strandstraße“ bis zur „Mühlenstraße“. Hier kann man die Elde über eine kleine Fußgängerbrücke überqueren und auf der anderen Uferseite zurück zur Hubbrücke schlendern. Überquert man nun die Elde hier erneut und biegt dann gleich nach rechts, Richtung Plauer See ab, dann lässt sich hier entlang von Fischbuden, Fahrgast-Schiffanlegern und Bootscharter-Unternehmen bis zu einem kleinen Aussichtsturm an der Flussmündung spazieren.

Unser zweiter Halt führte uns ins 22 Kilometer entfernte Malchow. Wir fuhren von Plau am See nördlich auf der 103 und bogen dann bei Karow, nach rechts, auf die 192 ab. Sehenswert ist hier neben der Drehbrücke auch das ehemalige Magdalenerinnenkloster in Alt Malchow. Es liegt auf der Südseite des Malchower Sees und beherbergt in der Klosterkirche und im nahegelegenen Orgelhof die Ausstellung zur Geschichte des mecklenburgischen Orgelbaus. Das Mecklenburgisches Orgelmuseum ist das erste seiner Art in den Neuen Ländern der Bundesrepublik. Genug Kultur! Ein gemütliches Kaffee befindet sich ebenfalls im Klosterhof. Nach einem ausgedehnten Spaziergang von der Drehbrücke bis zum Kloster und wieder zurück, machten wir uns wieder auf die Fahrt zu unserem Campingplatz. Den Abend ließen wir gemütlich am Wasser bei Bratwurst und Salat ausklingen.

Tag 3 Sonntag

heute brauchten wir tatsächlich einen Wecker! Um 07:30 Uhr war unsere Nacht zuende. Ich kroch aus dem Bett und verstaute alle Sachen. Wir hielten noch schnell beim Kiosk und holten uns frische Brötchen.

Anschließend starteten wir unsere Fahrt in das 54 Kilometer entfernte Granzow im Süden der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Ort selber interessierte uns weniger, dafür aber die dortige Kanustation „Kanustation Granzow, Seestraße 11, 17252 Mirow OT Granzow“ um so mehr. Wir mieteten uns ein 2er Kajak für den ganzen Tag (10-18 Uhr) für 35€. Zur Auswahl stehen viele weitere Boote. So gibt es noch Canadier für 2, 3, 4, 5 oder 10 Leute, 1er, 2er oder 3er Kajaks, Wanderkajaks für 1 oder 2 Personen, Stand-Up Boards, Ruder- oder Tretboote. Die genauen Preise gibt es hier. Wir erhielten Schwimmwesten, einen Packsack und eine Gewässerkarte. Nach einer kurzes Einweisung paddelten wir los. Uns verschlug es nach Norden. Die ersten drei Seen (kleiner Kotzower See, großer Kotzower See, Mössel) sind sehr stark mit Schilf bewachsen an den Ufern. Schon nach den ersten 100 Metern fühlt man sich wie inmitten der wilden Natur. Man hört nur noch Vögelgezwitscher oder ab und an mal andere Paddler reden. Am schönsten ist es aber wirklich stillschweigend die Umgebung zu genießen. Motorboote sind hier recht selten, da hier nur Anwohner die Seen befahren dürfen. Wählt man hingegen die Route nach Süden, soll angeblich mehr Verkehr auf dem Wasser sein. Getestet haben wir dies selbstverständlich nicht… Oberhalb der Mössel kommt man in den ersten kleineren Kanal. Er verbindet die unteren Seen mit dem 2200 Meter langen und 300 Meter breiten Leppinsee. Diesen muss man der Länge nach komplett durchqueren. Auf ca. der Hälfte befindet sich am östlichen Ufer ein kleiner Campingplatz mit Anleger für Wasserwanderer. Wir entschieden uns hier anzulegen und eine kleine Pause zu machen. Immerhin sind wir bis hierher schon knapp 6 Kilometer gepaddelt. Gestärkt setzten wir unsere Tour zum nördlichen Ufer fort. Hier erwartete uns der wohl schönste Abschnitt des Ausflugs, der Kanal zum Woterfitzsee. Wir fühlten uns wie in einer verwunschenen Welt. Die Zeit schien still zu stehen. Lautlos glitten wir durch das spiegelglatte Wasser. Ab hier ist das Befahren für Motorboote komplett untersagt. Die folgenden Seen und Kanäle sind nur noch für die Wasserwanderer vorgesehen. Den Woterfitzsee durchquert man anhand von grünen Tonnen. Sie dienen zur Orientierung und führen auf der anderen Seite des Sees in einen weiteren Kanal zum Carrpsee. Auch hier sollte man den grünen Tonnen folgen, da der Rest der Seen Naturschutzgebiet ist und nicht befahren werden sollte.

Der letzte Kanal führte uns schließlich bis in eine Sackgasse an die Bolter Mühle. Von hier aus hätten wir das Kajak aus dem Wasser und über die Straße tragen müssen um schließlich auf der anderen Seite, im Bolter Kanal, weiter Richtung Müritz paddeln zu können. Da wir aber bis hierher schon etwas über 11 Kilometer gepaddelt sind, das Kajak Natascha dann doch etwas zu schwer war und wir auch noch den ganzen Rückweg vor uns hatten, entschieden wir uns für eine Pause bei „Fischers Land Boek„. Auch wenn wir nicht vor hatten zu angeln, so gab es hier einen Anleger für Paddler und einen leckeren Imbiss. Viele Angler versuchten ihr Glück und hofften auf den großen Fang. Die Familien saßen im Biergarten und genossen das perfekte Wetter. Wer also lieber Angeln mag der sollte dort einmal vorbei schauen. Wir paddelten die Strecke nach einer Portion Pommes wieder zurück und beendeten unseren Tagesausflug nach ca. 23 Kilometer paddeln völlig erschöpft. Es war eine sehr tolle Erfahrung die wir nur wärmstens empfehlen können. Wichtig ist nur, dass man Sonnencreme und einen Hut sowie Sonnenbrille als Sonnenschutz dabei hat. Auch sollte auf genügend Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, geachtet werden. Es gibt doch längere Strecken auf denen keine Zivilisation anzutreffen ist.

Tag 4 Montag

Endlich war mal wieder Ausschlafen angesagt! Auch wenn mich meine innere Uhr wieder kurz nach Sieben weckte, so konnte ich wenigstens noch liegen bleiben und den Blog-Beitrag über den vorigen Tag schreiben. 🙂 Gegen halb Zehn musste ich dann doch aufstehen und Brötchen holen. Natascha ließ sich davon nicht merklich irritieren. Sie drehte sich einmal um, blinzelte mich an und vergrub sich wieder unter ihrer Decke. Der kleine platzeigene Kiosk hatte nur noch eine kleine Auswahl an Brötchen. Bei dem Frühstück, Natascha war mittlerweile aufgestanden, besprachen wir unsere Tagesplanung. Wir waren bislang noch nicht wirklich an der Müritz, dem größten See der Mecklenburgischen Seenplatte gewesen. Also entschieden uns neben einer Fahrradtour durch die schönen Buchenwälder auch für einen Besuch in der Stadt Waren.

Am Vortag kamen wir bei unserem Paddelausflug ja nur bis zur Boeker Mühle. Gern wollten wir uns hier die Gegend nun mit dem Bulli ansehen und in der Nähe die Wälder um Boek mit dem Fahrrad erkunden. Von dem Campingplatz aus ist die alte Mühle ca. 46 Kilometer entfernt. Wir hofften, dass wir von hier aus später über die Ortschaft Speck bis nach Waren fahren könnten. So würden wir uns den Umweg um die Müritz sparen. Boek stellte sich leider als Sackgasse heraus! Es gibt somit keine Verbindung für Autos durch den Müritz Nationalpark! Aufgrund des starken Sturmes am Ostermontag verzichteten wir auf das Radeln und starteten direkt nach Waren.
Der Weg zog sich. Aufgrund des Sturmes hatten wir mit ordentlich Seitenwind zu kämpfen. Ich musste aufpassen Günther auf der Spur zu halten. Eine knappe Stunde später erreichten wir Waren. Wir parkten auf dem Parkplatz am Yachthafen (Müritzstraße 14, 17192 Waren) direkt im Zentrum. Das Parken kostete hier 1€ pro Stunde. Wir waren erschlagen von den vielen Menschen die sich am Ufer drängten. Bestimmt viele Touristen so wie wir selber, trotzdem war es uns einfach zu viel Trubel. Nach einer Pflicht-Runde durch die Warener-Innenstadt fuhren wir weiter. Gerne wollten wir an der Müritz bleiben also folgten wir der Straße „Am Seeufer“ und bogen dann in die „Fontanestraße“ rechts ab. Diese endete mit dem Campingplatz „Ecktannen, Fontanestraße 66, 17192 Waren“. Kurz vor dem Campingplatz befindet sich auf der linken Seite ein gebührenfreier Parkplatz. Hier stellten wir unseren Günther ab, überquerten die Straße und gingen einen kleinen Weg bis zur Strandpromenade herunter. Ein süßer kleiner Strand mit ein paar Bänken kam zum Vorschein. Geschützt vor dem Sturm saßen wir lange auf einer der Bänke und schauten auf die Müritz. Ab und an fuhr ein Motorboot vorbei und ließ die Wellen am Ufer ansteigen.
Erst am Abend, als sich die Sonne schon leicht den Baumwipfeln zuwendete, verließen wir den lauschigen Ort und hielten erneut in Waren. Wir hatten Hunger und aßen beim Italiener „Venezia Tutti-Frutti, Strandstraße 1, 17192 Waren“. Das Restaurant ist wirklich zu empfehlen. Die Bedienung ist überaus freundlich, das Essen absolut lecker und der Ausblick aus dem Yachthafen einfach umwerfend. Im Dunkeln fuhren wir wieder nach hause.

Die Innenstadt und der Yachthafen von Waren.

Tag 5 Dienstag

Heute klingelte uns wir einmal der Wecker aus dem Bett. Bis 12 Uhr mussten wir ausgecheckt haben, da wir unsere letzte Nacht doch noch gerne auf einem anderen Campingplatz verbringen wollen. Wir wollten einfach etwas zum Vergleich haben… Vorher mussten wir noch das Zelt abbauen und den Tisch sowie die Stühle verstauen. Das Zelt war, oh Wunder, in 10 Minuten abgebaut. Diesmal schafften wir es auch ganz ohne fremde Hilfe. 😀
Die meisten Urlaubsgäste waren schon abgereist. Ostern war ja bereits vorbei und viele mussten wieder arbeiten. So beschlossen wir, direkt beim Nachbar-Platz „Zwei Seen“ erneut um einen Stellplatz am Ufer zu fragen. Auch hier waren die meisten Gäste bereits abgereist, so dass wir keine Probleme damit hatten einen Stellplatz in erster Reihe am Ufer zu bekommen. Geschützt vor der Wind standen wir in einer kleinen Bucht unter einem großen Baum (siehe Foto). Nicht der schönste Stellplatz, dafür aber direkt gegenüber von unserem kleinen Privat-Strand. 🙂

Unser Stellplatz am Campingplatz „Zwei Seen“.


Wir holten unsere Stühle heraus und genossen die Ruhe am Wasser. Erst als uns der Hunger so gegen 17 Uhr aus dem Dösen riss musste ein weiterer Plan her. Wir saßen beide am Strand und durchstöberten mit unseren Handys die Umgebung. Nach einer gefühlten Ewigkeit einigten wir uns dann darauf erneut zu dem Italiener nach Waren zu fahren. Das Essen war ein schöner Abschluss. Genau um 22 Uhr erreichten wir wieder unseren Campingplatz. Wir hatten schon Angst nicht mehr auf das Gelände zu kommen, da die Schranke nur bis 22 Uhr öffnen sollte. Aus Erfahrung können wir nun aber aber sagen: Sie öffnet auch noch um 22:04 Uhr. 😉
Während Natascha im Bus wartete ging ich noch duschen. Ich musste nach dem Sonnenbad am Strand einmal alles abspülen. Es gibt zwar auch an diesem Campingplatz Duschmarken, genau so wie bei dem ersten Platz. Allerdings läuft die Zeit nur wenn man auch Wasser benutzt. Der Chip wird beim Check-In mit 1€ aufgeladen. Damit kann man dann 3 Minuten duschen. Abgerechnet wird im 2-Sekunden-Takt. Erst war ich erschrocken als ich hörte „nur drei Minuten“. Doch als ich es dann ausprobierte, da stellte ich fest, dass 3 Minuten total ausreichen wenn man das Wasser zwischendrin immer wieder ausstellt. Bei dem ersten Platz war es hingegen so, dass man 4 Minuten duschen konnte. Die Zeit lief aber mit Einwurf der Münze. …Stress pur!
Die sanitären Einrichtungen sind bei dem zweiten Campingplatz generell besser gewesen. Keine Bewegungsmelder auf Toilette oder Dusche, das Licht brannte einfach. Die Duschen waren bis 23 Uhr beleuchtet, bei den Toiletten brannte die ganze Nacht das Licht. Bei dem ersten Campingplatz hatten wir das Problem, dass wir öfters beim Duschen oder auch auf Toilette im Dunkeln standen. Die Bewegungsmelder sind dort doch etwas kurz eingestellt. Wir empfehlen: niemals ohne Handy oder Taschenlampe auf Toilette zu gehen. 😉



Tag 5 Mittwoch (Abreise)

Um genau 8 Uhr starteten wir. Zurück ging es über die Autobahn. Wir fuhren die A19 nach Süden, dann auf die A24 bis kurz vor Hamburg. Hier ein kleines Stück auf die A1 und dann auf die A7 bis Hannover. Die Straßen waren relativ frei, so dass wir gut durch kamen und keinem Stau zum Opfer vielen.

Kommentare sind wie immer gerne gesehen. 🙂

Die Weser – eine tolle Gegend!

Samstag, 06.04.2019

Ihr kennt es bestimmt auch. Kaum kommt die Sonne raus, so zieht es uns Camper an die frische Luft.
Da wir uns schon seit langer Zeit für den Flohmarkt im Scheunenviertel in Steinhude angemeldet hatten, war der Samstag soweit schon verplant. Das Wetter war die letzten Wochen ja nicht unbedingt so umwerfend. Um so mehr freuen wir uns über die doch recht gute Wettervorhersage für den Samstag.
Schon am Freitag packten wir unseren Günther mit den Flohmarkt-Sachen voll. Es war das erste Mal, dass wir nicht mit unserem kleinen Auto dort hin fuhren. Wir waren sehr erstaunt über die Mengen, die in so einen Bulli reinpassen.
Bei Axel, dem Marktveranstalter, hatten wir diesmal extra 5 Meter Standfläche reserviert. Normal reichten uns immer 3 Meter. Da der Bulli aber deutlich länger ist als unser anderer Wagen und auch deutlich mehr Krimskrams transportieren kann, benötigten wir diesmal auch mehr Verkaufsfläche. Als wir am Morgen im Scheunenviertel ankamen, hatte Axel bereits die einzelnen Parzellen markiert. Er hatte uns einen Meter geschenkt, so dass wir uns auf 6 Metern auslassen konnten. Es wurde ein perfekter Tag, an dem die Sonne uns mit dem ersten kleinen Sonnenbrand im Gesicht überraschte…


Sonntag, 07.04.2019

Das Wetter war am Sonntag noch besser als bereits am Tag zuvor. Blauer Himmel und strahlende Sonne weckten uns schon früh am Morgen. Ein spontanes Ausflugsziel war schnell gefunden, die Weser! Schnell packten wir unser Schachbrett, etwas zu Trinken und zu essen ein und machten uns auf den Weg. Kurz hielten wir noch bei Combi, um uns noch mit Grill-Sachen für unseren Einmal-Grill einzudecken.
Bereits eine halbe Stunde später erreichten wir Stolzenau. Wir fuhren auf der 441, überquerten die Weser und bogen dann sofort auf die L351, rechts, Richtung Stolzenau Zentrum ab. Direkt hinter dem KiK-Markt auf der rechten Seite geht das dann zu einem günstigen Wohnmobil-Stellplatz (Reisemobilhafen Stolzenau) am Ufer der Weser. Wer gern nähere Infos zu dem Stellplatz haben möchte, der sollte sich diesen Bericht aus der Zeitschrift „promobil“ durchlesen.
Uns zog es aber weiter. Wir wollten lieber allein stehen, der Natur noch näher als auf gepflasterten, vorgeschriebenen Stellplätzen. Wir fuhren durch Stolzenau durch, folgten der L351 bis kurz hinter Anemolter. Hier ging es rechts auf der Landesberger Straße weiter. Kurz vor der Weser-Brücke verließen wir die geteerte Fahrbahn und kämpften uns über einen holprigen Feldweg bis an das Ufer der Weser. Ein mulmiges Gefühl hatten wir schon gerade weil solche Feldwege ja meist nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind. Ein solches Schild war jedoch nicht zu finden… Zu unserer Überraschung öffnete sich der Feldweg nach einer scharfen Linkskurve zu einem kleinen, mit Gras bewachsenen Platz. …es war ein himmlischer Stellplatz. 🙂

Kurzerhand klingelten wir noch unseren Kumpel Paul an, der auch sofort mit seinem T4 startete. Als wir so zu dritt in der Sonne saßen und uns unterhielten, bemerkten wir plötzlich auf der anderen Uferseite einen Streifenwagen. Unser Herz rutschte uns sofort in die Hose! Die Beamten stiegen aus und schienen mit den dort in der Sonne sitzenden Jugendlichen zu reden. Wir trauten uns gar nicht rüber zu sehen, da wir Angst hatten, sie würden uns vertreiben wollen. Stattdessen stellten sich die Beamten jedoch ans Ufer und rauchten in aller Ruhe eine Zigarette. Als sie dann nach eine ganzen Weile wieder starteten, waren wir uns sehr sicher, dass sie nun über die Kanalbrücke zu uns kommen würden. Wir warteten und warteten, jedoch konnten wir keinen Streifenwagen mehr sehen. Nur langsam wich der Schreck und die Entspannung kam zurück. Zu dritt genossen wir das Wetter, die Ruhe und die Natur bis zum Sonnenuntergang…

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Wie du sicher schon weißt haben wir bei unserem Günther eine Menge Veränderungen geplant. Diese sollen alle erledigt sein, bevor wir im Sommer auf große Reise gehen. Die Anbau- und Umbauteile kosten alle eine Menge Geld, so dass wir monatlich so gut sparen wie es halt geht. Zusätzlich gehen wir auf Flohmärkte und sparen uns auch hier die Einnahmen für Neuanschaffungen.

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