Warum?

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Hallo und herzlich willkommen auf unserem Blog.

Warum wir hier noch einen Blog über das Campen und Reisen eröffnen? Ganz einfach, wir teilen nicht nur die Erfahrungen von den Reisen mit euch, wir möchten euch hier auch am kompletten Entscheidungsprozess, bis hin zum Kauf des Campers teilhaben lassen. 🙂

Über eure Kommentare, Meinungen, Fragen und Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen.

Welche Markise ist die Richtige?!

Wer die Nutzfläche von seinem Campingbus vergrößern will, der sollte über die Anschaffung einer Markise nachdenken. Sie spendet Schatten im Sommer, schützt vor Regen an schlechten Tagen und ist schnell aus- und wieder eingerollt. Weitere Alternativen wären Vorzelte, die sind in der Regel aber nicht so leicht aufzubauen und nehmen mehr Platz weg.

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Markisenmodelle. Zum einen die Sackmarkise und zum anderen die Kassettenmarkise. Sackmarkisen werden in die Kederleiste eingezogen, wo hingegen das Gehäuse der Kassettenmarkise direkt am Fahrzeug angebracht werden. Subjektiv würde ich sagen, dass sich Kassettenmarkisen deutlich größerer Beliebtheit bei den VW Bus Fahrern erfreuen als Sackmarkisen.

Ein sehr beliebtes Modell ist die Kassettenmarkise „Omnistor 2000“ von der Marke Thule.  Es gibt sie in drei verschiedenen Größen: 1.90 x 1.30 m, 2.60 x 2.00 m und 3.00 x 2.15 m. Die Preise reichen hier von 450€ bis 550€ je nach Größe.

Das Gewicht einer Kassettenmarkise ist grundsätzlich höher als das einer Sackmarkise. So wiegen die gerade genannten „Omnistor 2000“-Modelle zwischen 11 und 17.5 Kg.

Eine weitere Kassettenmarkise kommt von der Marke „Fiamma“. Das Modell „F35pro“ gibt es in den Längen von 1.80 bis 3.00 Meter. Je nach Länge kostet es zwischen 382€ und 469€ und ist somit etwas günstiger als die „Omnistor 2000“ von Thule. Die „F35pro“ ist nicht nur etwas günstiger, sie ist auch leichter. Die kleinste Ausführung mit einer Breite von 1.62 m und einer Ausziehlänge von 1.80 m wiegt nur 8.5 Kg. Wer jedoch nicht alle paar Minuten mit dem Schatten vor seinem Bulli weiterrücken mag, der sollte sich schon die größte Ausführung mit einer Breite von 2.84 m und einer Ausziehlänge von 2.25 m gönnen. Hier liegt das Gewicht bei 14 Kg.

Beide vorgestellten Markisen müssen manuell aus der Kassette genommen und von Hand abgerollt werden. Die folgende Markise hingegen lässt sich über eine Kurbel Ein- und Ausrollen. Alternativ gibt es als Zubehör auch einen Motor. 
Sie ist ebenfalls von der italienischen Marke „Fiamma“ und heißt „F45S“.
Ihr Gehäuse ist aus verstärktem Aluminium. Wer sich auf Campingplätzen vor Blicken anderer Camper schützen möchte, der kann zusätzlich verschiedene Seiten- und Frontteile erwerben. Dieses Modell lässt sich somit in ein Vorzelt umfunktionieren. 
Die kleinste Ausführung besitzt eine Tuchbreite von 1.23 m (Markise komplett ist 1.39 m breit) und eine Ausziehlänge von gerade einmal einem Meter. Das Gewicht dieses kleinen Schattenspenders liegt bei 9.9 Kg. Reichen einem die Maße, so muss man 564€ löhnen. 
Die größte Ausführung hingegen besitzt eine Tuchbreite von 4.31 m (Markise komplett ist 4.48 m breit) und eine Ausziehlänge von 2.50 m. Für einen T3 ist dies mit Sicherheit schon etwas zu groß. Da die hier vorgestellten Markisen aber nicht nur für Bulli-Fahrer sind, können diese auch von größeren Kastenwagen, Wohnwagen oder Reisemobilen montiert werden. Das Gewicht liegt hier bei 29,5 Kg. Wer so viel Schatten wünscht muss auch tief in die Tasche greifen. Der Preis dieser Größe beläuft sich auf 1003€!

Eine günstige Alternative bieten die Sackmarkisen. Sie lassen sich ohne Werkzeug anbauen. Hierzu muss lediglich die Nut in die Kederschiene eingezogen werden – fertig! Ein gern genommenes Modell kommt auch hier von der Marke „Thule“. Es ist die „Omnistor 1200“, die von einer Größe von 2.30 x 2.00 m bis zu maximal 5.50 x 2.50 m zur Verfügung steht. Auch hier gilt wieder: die großen Größen sind für T3-Busse nicht gedacht, eignen sich aber für andere Camper. Preislich liegt man hier zwischen 349€ und 599€, je nach Größe. Das Gewicht hält sich, ähnlich wie der Preis, auch in Grenzen. Bei einer Größe von 2.30 x 2.00 m muss man mit 9 Kg rechnen. Bei der maximalen Größe von 5.50 x 2.50 m dann mit ca. 20 Kg.

Abschließend habe ich noch einmal versucht die Informationen in Tabellen zu ordnen. Die Links zu den Herstellern findet ihr auch wieder auf der Seite „Links„.

Wie hat euch dieser Beitrag gefallen? Habt ihr auch eine Markise? Wenn ja, welche? Schreibt doch bitte eure Meinung in den Kommentaren. 🙂

Preise:

Maße:Thule Omnistor 2000Fiamma F35proFiamma F45SThule Omnistor 1200
1.62 x 1.80m382€
1.85 x 1.00m564€
1.90 x 1.30m449€
2.02 x 2.25m421€
2.30 x 2.00m349€
2.31 x 1.50m613€
2.32 x 2.25m441€
2.54 x 2.25m445€
2.60 x 2.00m499€
2.60 x 2.20m359€
2.63 x 2.00m638€
2.84 x 2.25m469€
3.00 x 2.15m549€
3.00 x 2.50m369€
3.08 x 2.50m679€
3.25 x 2.50m379€
3.48 x 2.50m753€
3.50 x 2.50m399€
3.98 x 2.50m825€

Gewichte:

Maße:Omnistor 2000F35proF45SOmnistor 1200
1.62 x 1.80m8,5 Kg
1.85 x 1.00m11.5 Kg
1.90 x 1.30m11 Kg
2.02 x 2.25m10,5 Kg
2.30 x 2.00m9 Kg
2.31 x 1.50m16.5 Kg
2.32 x 2.25m11,5 Kg
2.54 x 2.25m13 Kg
2.60 x 2.00m14,50 Kg
2.60 x 2.20m10.40 Kg
2.63 x 2.00m19.5 Kg
2.84 x 2.25m14 Kg
3.00 x 2.15m17,50 Kg
3.00 x 2.50m12 Kg
3.08 x 2.50m23 Kg
3.25 x 2.50m12.60 Kg
3.48 x 2.50m25 Kg
3.50 x 2.50m13.40 Kg
3.98 x 2.50m27 Kg

Motorenkunde

Über die vom Werk aus verbauten „Standard-Motoren“ möchte ich hier nichts weiter sagen. Mich interessieren vielmehr die Möglichkeiten des Motorenwechsels. Beschränken möchte ich mich hier auf die am häufigsten verbauten Diesel-Motoren mit den Kennbuchstaben AFN (1.9 TDI) und ALE (1.9 TDI). Beide Motoren besitzen den identischen Motor mit 1896 cm³ Hubraum als Grundlage. Sie wurden beide nur von 1996 bis Ende 1997 gebaut und haben eine Direkteinspritzung, sowie einen Turbolader und Ladeluftkühler. Das Verdichtungsverhältnis ist mit 19,5:1 auch identisch.

Wo liegen also die Unterschiede? Die befinden sich im Detail. Teile wie: Düsen, ESP, Turbo, Pleullager, Steuergerät, Ansaugkrümmer, Abgaskrümmer, Wasserölkühler und Schwungrad mit Kupplung sind bei beiden Motoren nicht gleich. So weit ins Detail möchte ich aber bei diesem Beitrag gar nicht gehen. Wichtiger sind die Leistungsunterschiede. Der AFN besitzt 110 PS und eine maximale Leistung bei 4150 U/min. Der ALE hingegen hat „nur“ 90 PS. Seine maximale Leistung liegt bei 3750 U/min. Beide Motoren haben ihr maximales Drehmoment bei 1900 U/min. Beim AFN liegen dann 235 Nm an, wo hingegen der ALE dann maximal 210 Nm auf die Hinterachse überträgt.

Aufpassen muss man bei stärkeren Motoren immer auf das Getriebe. Der originale 1.6 TD Motor mit dem Kennbuchstaben JX besitzt nämlich nur ein maximales Drehmoment von 138 Nm. Das originale Getriebe ist somit auch bei der Kraftaufnahme begrenzt. Leider merkt man beim Fahren auf der Autobahn mit Tempomat einfach nicht, wenn der Motor die Newtonmeter ins Getriebe schiebt – der Bus fährt eben.

Sicherlich kann man mit etwas Verstand einiges ausrichten, sodass leichte Busse ohne viele Offroad-Fahrten auch problemlos mit einem 110 PS TDI bewegt werden können, ohne das regelmäßig das Getriebe aufgibt. Für reine Offroad-Fahrer ist dann aber doch der 90 PS Turbodiesel zu empfehlen, da das starre Einmassenschwungrad des Motors weniger empfindlich für Dreck und Hitze ist als das Zweimassenschwungrad aus dem 110 PS Motor.

Ich möchte hier aber auch noch einmal auf die Vorteile des Zweimassenschwungrades eingehen. Durch die Drehschwingungsentkopplung werden folgende positive Effekte erzeugt:

  • Schwingungsentkopplung über den (gesamten) Drehzahlbereich
  • Hoher Geräuschkomfort (gleichmäßigerer Getriebelauf, geringere Anregung der Fahrzeugstruktur)
  • Getriebeschonung durch Reduzierung von Momentenspitzen
  • Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, da niedertouriger (= im niedrigeren Drehzahlbereich). gefahren werden kann
  • Längere Lebensdauer der Antriebsstrangkomponenten
  • Geringer Bauraumbedarf (gleicht ungefähr dem einer Zweischeibenkupplung)

Die Nachteile hingegen sind:

  • Geringere Laufleistung gegenüber einer Standardkupplung
  • Hohe Reparaturkosten
  • Thermische Belastung
  • Begrenztes Drehmoment

Das Thema „Feinstaubplakette“ ist nur für den AFN-Motor mit seinen 110 PS interessant. Hier gibt es die Möglichkeit einen Partikelfilter nachzurüsten. Die Motoren 1Z und sein Nachfolger AHU (technisch unverändert, aber da waren eben die Zahlen alle…) können derzeit noch nicht mit einem Partikelfilter zur grünen Feinstaubplakette aufgerüstet werden. Lediglich VWs letzter Anlauf (ca. 97/98) kurz vor der Einführung der neuen Motorblöcke bekam zwangweise einige technische Änderungen zum Erreichen der D3-Norm mit und ist heute problemlos mit einem Partikelfilter im T3 nachrüstbar. Der Kennbuchstabe dieses letzten 827er 90 PS TD lautet ALE. Leider ist er eben nicht so häufig wie seine Vorgänger verbaut worden und entsprechend etwas teurer. Es gab ihn vorrangig im Golf 3.

Jetzt seid ihr gefragt: Welchen der beiden Motorumbauten würdet ihr bevorzugen und warum? Wenn ihr keinen der genannten Motoren wählen würdet dann schreibt auch hierzu eure Gründe. 🙂

Komplett neu aufbauen oder nicht?

Da wir ja relativ genaue Vorstellungen davon haben wie unser Bus aussehen soll, ist es relativ schwer genau so einen zu finden. Folgende Kriterien sind uns grundlegend wichtig:

  • es soll ein Diesel sein
  • ein Bulli mit Wasserkühlung
  • ein Halbkastenwagen

Nun wollen wir ja gerne ein Campingfahrzeug haben, doch gibt es solche Busse mit all den speziellen Wünschen die wir haben nicht wie Sand am Meer. Uns ist klar, dass wir noch einiges mit der Zeit an unserem Bulli anpassen müssen. Folgendes wollen wir gern nachrüsten: Weiterlesen

Es ging alles Schlag auf Schlag. Am Wochenende fanden wir einen Bulli bei mobile.de und riefen gleich am Montag an. Da es sich um einen Händler handelte konnten wir erst in der kommenden Woche wieder wen errichen. Es war von der Karosserie und der Ausstattung her gernau so wie wir uns das wünschten. Er hatte eine vollwertige Campingausstattung, einen Dieselmotor, war ein Halbkasten-Wagen und besaß genau das Hochdach, das wir uns vorstellten.

Wir fragten nach, Weiterlesen

Als wir ihn im Internet bei Ebay-Kleinanzeigen fanden, waren wir richtigangetan von dem Kleinen. „Andere Volkswagen T3 Wohnmobil Hochdach“ hieß die Anzeige, auf der uns ein strahlend weißer Bulli mit Hochdach und großer Staukiste für nur 7.990€ angeboten wurde. Die Bilder versprachen soweit ganz ok zu sein, der Preis lag auch in unserem Budget und genau dieses Hochdach wollten wir sowiso schon immer haben! Dazu noch diese Dachbox, alles schien soweit zu passen. Weiterlesen

Unsere erste Bulli-Tour – Tag 5, Hamburg

Mittwoch starteten wir wieder einmal sehr früh. Für die Fahrt nach Hamburg hatten wir ca. 4 Stunden eingeplant. Es lagen knapp 200 Kilometer vor uns. Im Navi hatten wir zuerst die Option „Autobahnen meiden“ aktiviert. Kurz hinter der Grenze entschlossen wir uns aber auf die A7 aufzufahren und somit die Fahrzeit extrem zu verkürzen.

Bevor wir uns nun aber auf den Heimweg machten, besuchten wir erst noch zwei Orte, die uns Ingelise, am Tag zuvor, sehr ans Herz gelegt hatte. Das erste war der Buchenwald von Broager. Direkt am Ufer liegt der versteckte Waldparkplatz Skeldekoppel. Um hier hin zu gelangen, muss man sich den Weg durch die vielen kleinen Straßen suchen, die die Broager-Halbinsel durchziehen. Im Sommer soll dieser Ort ein bevorzugtes Ausflugsziel sein. Mitte November hatten wir den Parkplatz allerdings für uns allein. ^^
Die Küste besitzt eine kleine Kliffkante. Längst nicht so hoch wie die an der Nordsee, doch zwei Meter misst sie wohl auch hier.
Kliffabbrüche vor allem in den Wintermonaten können bewirken, dass dem Strandwanderer  der Weg durch eine Gruppe hoher, über die Kante gebrochener Buchen versperrt ist. Es ist ein einzigartiges Bild, wie die umgestürzten Bäume wie Streichhölzer ins Wasser ragen.

Unseren zweiten Halt machten wir in der Ortschaft Dynt. Hier gibt es das „Dynthuset“, eine Art Gemeindehaus. Direkt vor dem Haus ist ein Parkplatz der genutzt werden kann.

Der Weg zum Aussichtspunkt über die ganze Halbinsel startet direkt neben dem Dynthuset. Wir kamen an einer kleinen Koppel vorbei, auf der zwei Pferde standen. Sie waren so neugierig, dass sie sofort angetappst kamen und sich streicheln ließen. Insgesamt schlängelte sich der Weg, der mehr einem Feldweg glich, ca. 1,5 Kilometer zwischen Feldern entlang. Teilweise wuchsen die Bäume über uns fast zusammen. Im Sommer muss es herrlich grün sein, dachten wir uns.
Am Aussichtspunkt angekommen setzten wir uns auf eine kleine Bank und schauten in die Ferne. Man konnte Sønderborg am Horizont sehen.

Unsere Rückfahrt nach Hamburg klappte dann problemlos. Es war kein starker Verkehr, so dass wir nicht einmal ungewollt anhalten mussten. Gegen 17 Uhr trafen wir dann zur Übergabe auf dem Parkplatz ein. Anne und Stephan erwarteten uns schon. Wir schwärmten von dem Trip und lobten ihren kleinen Bulli. Alles hatte perfekt funktioniert.
Ich räumte unsere Sachen zusammen, während Natascha mit Stephan die Übergabe machte.

Abschließend können wir beide nur sagen, dass wir den Camper vom Anne und Stephan nur wärmstens empfehlen können. Wer also auch mal die Erfahrung mit einem gemieteten T3 machen möchte, der sollte sich nicht scheuen und über die Seite von PaulCamper mit den beiden Kontakt aufnehmen. Den direkten Link zum Bulli findet ihr hier.
Solltet ihr Fragen haben, so scheut euch nicht direkt an Stephan zu schreiben. Er ist ein absolut sympathischer und vertrauensvoller Bulli-Liebhaber. 🙂

Um jetzt aber wirklich zum Ende des Reiseberichtes zu kommen, liste ich die Adressen aller Campingplätze inkl. der Preise für zwei Personen und Strom für eine Nacht auf.

Solltet ihr Fragen zu der Tour oder zum Bulli haben, so freue ich mich über Kommentare. Auch dürft ihr gerne eure Erfahrungen mit gemieteten Campingbussen oder Wohnwagen, eure erste Reise mit einem Campingmobil oder einfach eure Meinung zu den Posts schreiben. Ich würde mich freuen, wenn jeder der hier liest auch einen kleinen Kommentar hinterlassen würde. 🙂